Das Jahr 2019 war ein Jahr der Umbrüche für Kasachstan. Die erste Folge von Shashlyk Mashlyk „Umbruch in Kasachstan“ hat die politischen Ereignisse und ihre Folgen nachgezeichnet und eingeordnet.

Hier gibt es nun ein paar Hintergrundinfos, die es leichter machen, die Ereignisse dieses Jahres besser zu verstehen.

Kasachstan ist mit einer Fläche von 2.724.900 km² das neungrößte Land der Erde, hat dabei aber gerade einmal 18,4 Millionen Einwohner. Die Amtssprachen sind Kasachisch und Russisch. Die Hauptstadt heißt Nur-Sultan.

Wohl kaum eine der aktuellen Hauptstädte hat in jüngerer Geschichte so viele Umbenennungen erlebt. – Bis März 2019, wenige Tage nach Nasarbajews Rücktritt, hieß die kasachische Hauptstadt noch Astana, auf kasachisch einfach „Hauptstadt“.

Doch den Namen hatte die Stadt in der Steppe auch erst 1998 bekommen, als das bis dahin vor sich hinschlummernde Provinzstädtchen zur Hauptstadt ernannt worden war, zuungunsten von Alma-Ata, dem heutigen Almaty.

Die Namen der kasachischen Hauptstadt

  • Seit März 2019: Nur-Sultan
  • 1998 bis 2019: Astana
  • 1992 bis 1998: Aqmola
  • 1961 bis 1992: Zelinograd
  • 1830 bis 1961: Akmolinsk
Bildquelle: wikipedia.de/TUBS; CC BY-SA 3.0

Kasachstan grenzt im Norden an Russland, im Osten an China, im Süden an Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan. Die südwestliche Grenze bildet das Kaspische Meer. Kasachstan besteht vor allem aus Steppe und wird im Südosten vom Tianshan-Gebirge begrenzt.

Kasachstan ist seit 1991 ein eigenständiger Staat. Es war die letzte Republik, die sich von der Sowjetunion lossagte. Während der Sowjetzeit galt Kasachstan als „Laboratorium der Völkerfreundschaft“. Unter Stalin wurden Millionen Menschen aus dem europäischen Teil der Sowjetunion und angrenzenden Gebieten hierher deportiert – mit der Folge das Kasachen nur noch etwas mehr als 40 Prozent der Einwohner ausmachten. Heute sind es etwa 70 Prozent.

Die vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam, allerdings in einer sehr moderaten Form. Neben den muslimischen Feiertagen ist auch das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar ein arbeitsfreier Tag.

Kasachstan lebt wirtschaftlich vor allem von seinen großen Rohstoffvorkommen wie Uran, Kupfer und Eisenerz. Außerdem verfügt es über erhebliche Erdöl- und Erdgasreserven.

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